Buenos Aires

2022 sind wir auf der Rückreise abends in Buenos Aires gelandet. Den folgenden Vormittag haben wir für eine geführte Tour zum und durch das Tigre-Delta genutzt.

2023 hatten wir auf der Reise nach / von Ushuaia jeweils eine Übernachtung in Buenos Aires. Bei der Hinreise haben wir nachmittags erst zu Fuß, dann mit einer geführten Bustour das Zentrum und die Gegend zwischen Hotel und Rio de la Plata erkundet. Auf der Rückreise haben wir abends eine Tango-Show besucht und am nächsten Vormittag den Hop on / Hop off-Bus genutzt, um uns vor allem den Stadtteil La Boca anzuschauen.

Tigre-Delta

to be done

Tango-Show

Im Eckgebäude ist im Erdgeschoss ein Café - durch das wir alle hindurchlaufen, um in das dahinter liegende Theatergebäude zu gelangen. Mit straffem Zeitplan wird ein Drei-Gänge-Menü serviert, dann startet die Show - und mit dem Schluss-Applaus geht die grelle Beleuchtung an und alles stürmt nach draußen. Gewöhnungsbedürftig… Aber eine tolle Show mit wunderbaren Tänzerinnen und Tänzern und Live-Musik aus allen Epochen des argentinischen Tango! Ein bisschen davon habe ich gefilmt.

zu Fuß und mit dem Bus im Zentrum und am Rio de la Plata

Es ist gerade zehn Uhr morgens, als wir am 16.11.23 im Hotel in Buenos Aires eintreffen. Das Zimmer können wir erst gegen 14 Uhr beziehen, die Zeit bis dahin nutzen wir zu einem Spaziergang ins Zentrum und durch das kleine Naturschutzgebiet zwischen unserem Hotel und dem Rio de la Plata. Die Gegend um unser Hotel war früher mal Hafen, inzwischen ist dort ein Neubau-Viertel entstanden mit futuristischen Hochhäusern. 

Der erste Stopp der geführten Bustour ist in Ricoleta, wir besichtigen den gleichnamigen Friedhof. Die Gräber dort sind eigentlich Bein-Häuser: Jede Grabstelle gehört einer Familie. Zunächst werden die Toten in Särgen bestattet. Und Jahre später, wenn nur noch die Knochen übrig sind, kommen diese in ein neues Gefäß / an eine andere Stelle im Grabmal. Einzige Vorschrift für den Friedhof: keine Blumen in Vasen - das stehende Wasser könnte Brutstätte werden für Mücken, die Malaria und andere Krankheiten übertragen.

Eva Perón hat hier im Grabmal der Familie ihres Vaters, Juan Duarte, ihre letzte Ruhestätte gefunden - ein Pilgerort für viele, die Menschen stehen Schlange.

Wenn die Menschen in Buenos Aires auf die Straße gehen, dann versammeln sie sich am Obelisk: sei es, um die gewonnene Fußball-Weltmeisterschaft zu feiern. Oder, um gegen die Regierung zu protestieren.

Auch am zentralen Platz der Innenstadt, der Plaza de Mayo, legen wir einen Stopp ein. Hier findet sich der Amtssitz des Präsidenten, das rosafarbene Haus. Gegenüber steht das alte Rathaus, ein schneeweißes Gebäude. Was wie ein griechischer Tempel aussieht, ist die Kathedrale, in der Erzbischof Jorge Mario Bergoglio wirkte, bevor er Papst Franziskus wurde.

Auf dem Platz aufgemalt sind weiße Kopftücher, das Symbol der Mütter der Plaza de Mayo. Sie sind eine der wichtigsten Menschenrechtsorganisationen Argentiniens. 

La Boca

Der Rückflug am 02.12.23 war nachmittags. Und so haben wir die Zeit genutzt, um mit dem Hop on / hop off-Bus nach La Boca zu fahren. Auf der geführten Bustour war der Stadtteil wegen eines Fußball-Spiels gesperrt für Autos. Warum, haben wir verstanden, als wir durchgefahren sind: Die Gassen dort sind teilweise so schmal, dass man vom Bus aus gefühlt rechts und links gleichzeitig an die Balkone reicht! Auf denen die “Heiligen” der Argentinier in Lebensgröße stehen…

Die Häuser sind knallbunt, sie wurden mit den Farb(resten) gestrichen, die die anlandenden Schiffe übrig hatten. Das soll auch der Grund sein, warum die Boca Juniors die Farben blau und gelb tragen. Die Straßenbahn fährt heute nicht mehr.