auf Wiencke Island
Antarktis, Tag 3 / 22.11.2023
Wecken ist um fünf - ich habe tatsächlich geschlafen! Um halb sechs ist die Roald Amundsen zurück vor Kerr Point und wir Abenteurer bekommen ein gemeinsames Frühstück mit Sekt und Urkunde im Fredheim, einem kleinen Lokal an Bord. Danach gehe ich schlafen, während Uwe auf dem Beobachtungs-Deck ist und die Landschaft bestaunt.
Lange hält es mich nicht im Bett, um zehn stehe ich schon wieder auf und geselle mich zu Uwe. Wir fahren in absoluter Stille und alle sind so beeindruckt, dass auf dem Außendeck höchstens geflüstert wird. Auch von den Crew-Mitgliedern, die nicht das erste Mal in der Antarktis sind.
Während der langen Fahrten gibt es Vorträge, heute unter anderem zu den Meeresströmungen. Die es so nur gibt, solange Arktis und Antarktis deutlich kälter sind als die sich anschließenden Wassermassen!
Am späten Nachmittag sind wir zum Schneeschuh-Wandern auf Wiencke Island. Im Gänsemarsch geht es vorbei an mehreren Kolonien von Eselspinguinen. Den Namen haben sie ihrem Ruf zu verdanken. Es ist so warm, dass manche von uns im T-Shirt unterwegs sind. An der Strecke sitzt ein Skua im Schnee (der braune Punkt rechts neben den Wanderern). Also macht der ganze Trupp einen großen Bogen nach links - 10 m Abstand einhalten! Der “Fels” im Wasser vor der Küste ist ein Seeelefant. Hier müssen wir von den Zodiacs ein Stück durch Wasser waten, um an Land zu kommen.
Und dann muss ich mich noch bis 20:45 Uhr wachhalten: wir bekommen die Kajak-Ausrüstung für morgen und die Einweisung, wie sie anzuziehen ist.














