Via Claudia Augusta, Etappe 16: Von Tschars nach Schlanders

Tag 1 / 16.06.2025

Die Nacht war kurz: Gestern bin ich um 22 Uhr im Hotel in Innsbruck eingetroffen, heute klingelt der Wecker um 5:40 Uhr, Frühstück ab 6 Uhr. Der Blick aus dem Frühstücksraum (14. Stock, umlaufende bodentiefe Fenster) ist grandios!

Pünktlich um 6:43 fährt der Zug ab nach Landeck-Zams und auch der Bus weiter nach Mals ist pünktlich. Eigentlich sollte es in Schlanders weiter gehen mit der Wanderung. Ich habe aber am Ende von Etappe 16 kein Quartier gefunden, also gehe ich diese Etappe in umgekehrter Richtung und übernachte im selben Quartier, in dem ich schon 2024 übernachtet habe.

In Graun steige ich aus und laufe zum Kirchturm, der dieses Jahr wieder im Wasser steht. Eine Stunde später fahre ich weiter nach Mals. Ab dort zunächst Schienen-Ersatzverkehr bis Laas, die Bahnstrecke wird elektrifiziert. Das Kopfsteinpflaster am Bahnhof ist weißer Marmor!

Der Zug fährt pünktlich ab nach Schlanders - und dann Chaos ohne Infos für die Fahrgäste: wir stehen erst ewig in Schlanders, fahren dann zurück nach Laas und im zweiten Anlauf klappt es dann mit der Weiterfahrt nach Tschars… Vermutlich Probleme mit einem anderen Zug - falls ich die Schulkinder und die Antwort der Zugführerin richtig verstanden habe.

In Tschars geht es steil hinauf bis zu meiner Wanderstrecke.

Fast die ganze Strecke folgt Waalen, den für das Vinschgau typischen Bewässerungskanälen: mal im Wald, mal zwischen Weinbergen, mal auf dem verdohlten Waal und manchmal so schmal am Fels, dass ich mich frage, wie sie den Waal da hingebaut haben.

Das letzte Stück zwischen Vetzan und Schlanders ist ganz anders: Trockenrasen, Wacholder, Steingarten-Pflanzen, sehr felsig. Ein für mich herausfordernder Weg am Steilhang - und wunderschön! Trotzdem bin ich froh, als ich unten ankomme…