Via Claudia Augusta, Etappe 22: Von Mezzocorona nach Martignano

Tag 7 / 22.06.2025

Das Frühstück ist so gruselig wie das Hotel…

Auch heute ist der Himmel wolkenlos, es ist aber noch angenehm kühl, als ich loslaufe. Oberhalb von Mezzocorona gab es viele Jahrhunderte lang eine Burg, das Castel San Gottardo. Der Weg nach oben ist wegen Steinschlag gesperrt und wäre mir auch zu steil / zu ausgesetzt am Hang gewesen.

Der Weg geht zunächst entlang der Etsch, die ich bei San Michele all'Adige ein letztes Mal überquere. Dahinter geht es den Hang hinauf, viel Wald und vereinzelt Dörfer. An einer Stelle steht ein Haus über dem Weg!

Ich gehe fast nur mit Stöcken, weil ich seit gestern am linken Fuß eine Blase zwischen Ballen und großem Zeh habe. Ob die von dem vielen Hartbelag kommt? Bis zum Abend hat sie sich verdoppelt, ich kann aber ohne Schmerzen laufen.

In Lavis kleben Häuser und Kirche irgendwie am Steilhang, am Ortsrand quere ich einen Zufluß zur Etsch. Auch danach geht es am Hang entlang und ein Stück über einen uralten Pflasterweg - ob der aus der Römerzeit ist? Martignano liegt oben am Hang, die Stadt unten im Tal ist Trento.

Ich habe Bergfest und das perfekte Quartier dazu! Ein frisch renoviertes Zimmer mit Klimaanlage, eine Küche, die zauberhafte Dinge aus Bio-Ware serviert und einen Kellner, der mir einen rosé-Sekt bringt, als ich mich nicht entscheiden kann…