Via Claudia Augusta, Etappe 23: Von Martignano nach Levico Terme
Tag 8 / 23.06.2025
Schon seit gestern irritiert mich google, statt der italienischen Namen bekomme ich längst nicht mehr genutzte deutsche Namen für die Orte angezeigt, durch die ich wandere: Kronmetz statt Mezzocorona, Fersen im Suganertal statt Pergine Valsugana, Löweneck statt Levico Terme… Meine Wander-App nennt die aktuellen Namen.
Ich verlasse das Etsch-Tal und biege nach Osten ab in das Valsugana-Tal. Statt der riesigen Monokulturen gibt es jetzt kleinere Felder mit viel mehr Abwechslung - nicht nur bei der Feldfrucht, auch bei den mich umschwirrenden Insekten und den Wiesenblumen! Der Weg verläuft in Halbhöhenlage durch die Dörfer, dazwischen Wald mit Resten vergangener Kriege.
In der Kirche in Villamontagna beeindruckt mich die Statue einer älteren Frau. Einen Ort später, in Civezzano, ganz unvermittelt ein in den Weg eingelassenes Schild zur Via Claudia Augusta! Das erste auf diesem Teil der Tour… Es folgen noch viele weitere - an einigen entscheidenden Abzweigungen fehlen sie allerdings. Oder ich entdecke sie erst, als ich dank der Track auf dem Handy den Weg gefunden habe.
In Pergine Valsugana stehen viele alte Paläste. Die Burg oberhalb des Ortes lasse ich aus - meine Füße schmerzen vom vielen Gehen auf Asphalt, es ist Regen angekündigt und ich will nur noch ankommen…
Darum entscheide ich mich später auch für den Uferweg entlang des Lago Levico anstatt dem längeren Weg etwas oberhalb des Sees. Dort fallen dann auch ein paar Tropfen, gedonnert hat es schon eine Stunde lang. Auch Levico Terme sieht man die Kurstadt der oberen 500 zu Zeiten der k. u. k. - Monarchie an.
Mein Quartier liegt etwas abseits vom Zentrum, die Speisekarte für die Halbpension klingt spannend: Nudeln mit Kirschen! Die sich als Kirschtomaten entpuppen…
Zu meiner Überraschung ist die Blase unter dem linken Fuß kleiner geworden. Und alle Blessuren vom Mai sind verheilt!

















