Via Claudia Augusta, Etappe 26: Von Castello Tesino nach Oltra
Tag 11 / 26.06.2025
Wenig später, in Coronini, ist es vorbei mit dem entspannten Bummeln: der beschriebene Weg existiert in der Gegenwart nicht mehr, ich strande auf einem völlig zugewachsenen Pfad. Quer durch den Wald und hangaufwärts erreiche ich den neuen Weg - hätte ich mal den Schildern vor Coronini vertraut! Die Folge sind 6 km mehr, offensichtlich kann man inzwischen das Tal erst oben bei der Grotte von Castello Tesino queren.
Der Weg ist gut zu gehen und ich hetze ihn entlang, um Zeit aufzuholen. Bis mein rechtes Bein oberhalb des Knöchels Alarm schlägt… Die Gegend ist wunderschön!
Bis Lamon ist der Weg ein gemächlicher Abstieg ins Tal und gut zu gehen. Die Brücke aus dem Mittelalter steht auf der alten Trasse der Via Claudia Augusta. Was ihr den Namen “Römerbrücke” einbrachte. Im Ort laufe ich an einem Haus mit außen liegenden Treppen vorbei. Hatte nicht ein Reiseleiter in Kanada behauptet, sie hätten diese Bauweise erfunden?
Eigentlich endet die Etappe in Lamon, ich habe aber dort kein Quartier gefunden und wollte auch die morgige Etappe verkürzen. Darum geht es weiter - und kurz vor dem Ziel das gleiche Spiel nochmal: Der beschriebene Weg ist zwar noch als Pfad zu erahnen, sieht mir aber viel zu unbenutzt aus. Also zwei Kilometer zurück und drei weitere auf Asphalt bis zu meinem Quartier. Das ich ziemlich erledigt, aber gerade noch so zur angekündigten Zeit erreiche.
Und dann ist eine der ersten Fragen von Levi, dem Gastwirt: ob ich Abendessen möchte, für Wanderer würde er immer kochen! Ausgeschrieben war das bed&breakfast nur mit Frühstück… De facto kocht seine Mutter, ich bekomme Spaghetti mit Ragu, dann einen großen gegrillten Hühnerschlegel mit Kartoffelbrei und Salat. Und vorneweg einen Campari Soda mit Pfirsich und danach noch einen Limoncello :-)
In der Nacht gibt es Unwetter mit Hagel…




















