Via Claudia Augusta, Etappe 29: Von Nave zum Passo Praderadego
Tag 14 / 29.06.2025
Ich habe so genug von Asphalt, dass ich die letzte Etappe umbaue: Wir fahren nach Nave und wollen zusammen die ca. 6 km durch die Piave-Auen nach Lentiai laufen. Überraschung - den Weg am Ufer hat sich die Piave ganz offensichtlich schon vor einiger Zeit zurückerobert, uns bleibt nur der kurze Weg direkt nach Bardies.
Uwe läuft zurück zum Auto und fährt auf die Passhöhe, ich gehe zu Fuß - Asphalt, konstant bergauf, mal Dörfer, mal Wald, immer volle Sonne und ab und an herrliche Aussicht auf die Dolomiten.
Die Passhöhe bietet keine Aussicht, dafür Imbiss-Buden mit Sitzplätzen im Schatten! Wir machen Pause bei kalten Getränken, danach werfe ich alles Gepäck bis auf die Wanderstöcke ins Auto: Ich gehe weiter, die Passstraße hinunter bis nach Kehre drei, dort soll mich Uwe einsammeln.
Warum diese letzten drei Kilometer? Weil in meinem Wanderführer steht, dass es auf diesem Stück einen Ausblick ins Tal Richtung Venedig geben soll. Gibt es, schon an Kehre 1, die Aufnahme unten in der Mitte. Davor ein letztes Mal herrliche Felsenlandschaft und rechts die Kehre Nummer drei. Ich warte im Schatten und übe mich in Selfies, das hier ist dort entstanden.
Und weil die Via Claudia Augusta bis nach Venedig ging, fahren wir jetzt zusammen nach Venedig! Zum Glück bin ich nicht auf die Idee gekommen, die Passstraße weiter ins Tal zu laufen. Sie ist stellenweise so schmal, dass kaum zwei Autos aneinander vorbeikommen.
Gegen 18 Uhr kommen wir auf dem fast leeren Markusplatz an - die meisten Touristen kommen uns entgegen… Die Sonne glitzert auf den Mosaiken am Dom, wir gönnen uns Eis und später ein Abendessen in einem jüdischen Restaurant im Ghetto - ich habe die Alpen zu Fuß durchquert :-)










