Uxmal

Tag 3 / 16.02.2026

Sisal-Produktion

Sisal ist eine Pflanzenfaser, gewonnen aus bestimmten Agaven-Arten. Im 19. und 20. Jahrhundert gab es eine kurze Blütezeit für diese Faser. Unser Quartier ist eine Hazienda, die sich früher über den Sisal-Anbau finanzierte. Heute lebt sie vom Tourismus und unser Tag beginnt mit einer Tour über das weitläufige Gelände. Sogar eine kleine Kirche gehört dazu!

Das ehemalige Wohnhaus der Eigentümer dürfen wir innen besichtigen. 

Anschließend führen uns Mitarbeitende vor, wie aus den Agavenblättern die Fasern gewonnen und zu Seilen verarbeitet wurden, siehe auch Video. Danach geht es in einem altertümlichen Gefährt, gezogen von einem Maultier, über das Plantagengelände. Die kleine Hütte wurde bis vor wenigen Jahren bewohnt und auf dem Land sind solche Hütten noch immer zu finden.

Auch hier darf man in einer Cenote baden!

Uxmal

Uxmal erstreckt sich über etwa 10 km², es ist nur in Teilen ausgegraben / restauriert, ebenfalls Weltkulturerbe und das Beste: kaum Touristen und keine Verkaufsstände auf dem Gelände! Über die Erbauer ist wenig bekannt, der Baustil hat eindeutig Bauten in Chichén Itzá beeinflusst. Auch hier: die Namen der Gebäude sind unabhängig von deren (teils unbekannter) Nutzung.

Das erste Gebäude, auf das wir zulaufen, ist die Pyramide des Zauberers / Pirámide del Adivino. Typisch für die Maya ein mehrfach überbautes Gebäude, zu sehen ist die fünfte Schicht. Auf der Rückseite schließen sich weitere Gebäude an. Das vorherrschende Bildnis sind Darstellungen des Regengottes Chaac: Uxmal hat keine Cenote und war auf das Sammeln von Regenwasser angewiesen.

Und wieder Leguane in allen Größen!

An den Gebäuden im Nonnenviereck ist der Puuc-Baustil am typischsten und Inschriften datieren die Gebäude auf 906 und 907 n. Chr. Der Ballspielplatz hat ganz andere Dimensionen als der, den wir in Chichén Itzá besichtigt haben.

Den Gouverneurspalast darf man besteigen, die Sicht von oben ist beeindruckend! Und dann sausen Uwe und ich noch zum etwas weiter entfernten “Taubenhaus”. Dort kann man erahnen, wie viel noch auf Entdeckung / Restaurierung wartet.

Unser Mittagessen einige Orte weiter wurde in von Kohle erhitzter Erde gegart - Stahlbehälter und Alufolie ersetzen die ursprünglich genutzten Bananenblätter.

Unser nächstes Quartier, Campeche, erreichen wir wieder im Dunkeln. Uwe und ich machen noch einen Spaziergang vom Hotel zum Hafen.