Fahrt nach San Cristóbal de las Casas

Tag 6 / 19.02.2026

Cañón del Sumidero

Unser erstes Ziel heute ist der Cañón del Sumidero, eine Schlucht mit (heute) bis zu 1.000 m hohen Wänden. Da der Río Grijalva am Ende der Schlucht aufgestaut wird, fließt er sehr ruhig durch den Canyon. Die beeindruckende Höhe der Felsen lässt sich kaum fotografieren.

Im teils farbigen Kalkstein finden sich Höhlen und Tropfsteine. Die Spitzkrokodile haben wir auch schon in der Laguna de Catazajá gesehen.

An besonderen Stellen fährt uns das Boot ganz nahe an die Wand heran.

Nicht auf den Bildern: auf dem Wasser befindet sich ein fast durchgängiger schmaler Teppich aus Plastikmüll, aus meiner Sicht die logische Folge, wenn es keine flächendeckende Müllsammlung gibt. Der Teppich ist stellenweise so dicht, dass Reiher darauf stehen.

Auf dem Weg zurück fährt das Boot so schnell, dass mir der Fahrtwind den Sonnenhut vom Kopf weht. Zum Glück sitze ich vorne, jemand ganz hinten kann ihn fangen! Den Rest der Strecke habe ich den Hut festgehalten und keine Bilder gemacht.

Chamula

Unser nächstes Ziel ist Chamula, der Ort liegt auf 2.260 m über NN. Seine Einwohner sind Tzotzil-Maya, die es geschafft haben, ihre Kultur in die heutige Zeit zu retten. Wobei sie Elemente des Christentums integrierten und z. B. ihre Riten aus den Wäldern in die Kirche verlegt haben. In der ein strikt kontrolliertes Fotografierverbot herrscht. Ich habe versucht mich unsichtbar zu machen, um die betenden Menschen nicht zu stören. Und finde es beeindruckend, dass Touristen die Kirche überhaupt während laufender Zeremonien betreten dürfen.

Wir bummeln über den Markt neben der Kirche und angrenzende Straßen - entweder steil bergauf oder bergab. Tracht tragen vorwiegend Frauen / Mütter.

San Cristóbal de las Casas

Angekommen in San Cristóbal de las Casas (auf ca. 2.100 m ü. NN) geht es erstmal zu Fuß durchs Zentrum. Erster Stopp ist das Bernsteinmuseum im aufgegebenen Konvent neben der Klosterkirche de la Merced. Der Bernstein ist aus Chiapas!

Im Zentrum steht die Kathedrale, gebaut von Franziskanern. Ihre Fassade leuchtet in der untergehenden Sonne.

Was für ein Kontrast dazu in der Dominikaner-Kirche San Domingo! Der Innenraum ist ausgekleidet mit vergoldeten Holzschnitzereien.

Zum Abendessen sind wir in Na Bolom: Der Archäologe Frans Blom hat zusammen mit seiner zweiten Frau sein Wohnhaus in San Cristóbal de las Casas ausgebaut zu einem Museum. Zu sehen sind unter anderem Fundstücke, die er von seinen Ausgrabungen in Maya-Stätten mitgebracht hat. Heute gehört auch ein Hotel und ein Restaurant dazu.