Palenque
Tag 9 / 22.02.2026
Ganz genau genommen besichtigen wir nicht Palenque, sondern die “Zona arqueológica de Palenque”, UNESCO-Weltkulturerbe seit 1987. Wir brechen so früh auf, dass wir als zweiter Bus vor der Kasse eintreffen - und die ersten auf dem Gelände sind, der andere Bus ist ein großer Reisebus…
Dreieinhalb Stunden haben wir Zeit für das riesige Gelände, auch hier nur Bruchteile ausgegraben. Einige Bauten dürfen bestiegen werden und weil die Stufen immer wieder Absätze haben, macht mir der Abstieg aus der Höhe nicht die vorab befürchteten Schwierigkeiten. Uwe und ich sausen als erstes in den Tempel der Roten Königin / Tumba de la Reina Roja / Tempel XIII. Eine gute Entscheidung, kurz darauf fällt der Strom aus für die Innenbeleuchtung. Im Tempel der Inschriften wurde tief im Inneren das erste Grabmal in einer Maya-Pyramide entdeckt.
Unter dem großen Baum gibt es die ersten Erklärungen, dann gehen wir als Gruppe weiter Richtung Kreuzgruppe. Palenque liegt in einer Zone mit (zumindest früher) täglichem Regen, die Maya legten entsprechend Kanäle und Aquädukte an.
Wer gut zu Fuß ist, kann an der Kreuzgruppe abbiegen zu den Tempeln XIX, XX und XXI. Die Tempel selbst sind nur so weit ausgegraben, dass man sie besteigen kann. Obenauf sind teils noch farbige Reliefbilder zu bewundern - als Repliken, die Originale stehen im Museum.
Und dann ist Zeit für die Kreuzgruppe, wir besteigen den Kreuztempel. Die Gitterkonstruktionen auf den Dächern dienen der Kühlung der Gebäude. Bemalungen und Reliefs sind leider in einem teils schlechten Zustand.
Anschließend ist Zeit zur freien Verfügung. Uwe und ich sausen den Berg hinunter, wir wollen uns die Wasserfälle anschauen und die Bereiche, die auf dem Plan mit Gruppe B / C bzw. I und II bezeichnet sind. Auf dem Weg dahin kommen wir am Ballspielplatz vorbei.
Wasserfälle Roberto Barrios
Etwa eine Fahrstunde entfernt vom präkolumbianischen Palenque liegen die Wasserfälle Roberto Barrios. An den Fällen entlang gibt es einen schmalen Weg durch den Wald, wir laufen ein Stück hinunter und auf der anderen Seite wieder hoch. Anschließend kehren alle ein im Restaurant vor Ort, es gibt wahlweise Mojarra frita oder Quesadillas mit Nopales-Salat.
Als wir zurück ins Hotel fahren, meint unser Guide: "ihr könnt jetzt daheim anrufen und informieren, dass hier alles in Ordnung ist!" Wir wissen erst gar nicht, wovon er redet: Es dauerte einige Zeit, bis in den deutschen Medien ankam, dass in der Nähe von Mexiko Stadt Unruhen ausgebrochen waren. Auslöser war der gewaltsame Tod eines Drogenbosses.
Schlussendlich streichen wir das Abendprogramm (Besuch einer mexikanischen Familie) und bleiben zur Sicherheit im Hotel. Ob es morgen wie geplant weiter gehen wird mit unserer Reise ist offen, als wir schlafen gehen…



































