San Cristóbal de las Casas

Tag 7 / 20.02.2026

Heilkunst der Maya

Am Rande von San Cristóbal de las Casas besuchen wir ein Projekt, das von Chamäleon Reisen unterstützt wird. Wir hören und sehen ganz viel zur Heilkunst der Maya, bekommen alle einen Reisesegen und ein Fläschchen des gemeinsam hergestellten Hustensafts. Wer mag, darf auch an einer Reinigungszeremonie teilnehmen.

Es gibt 5 Berufe, für die man via Traum berufen wird: Kräuterkundiger, Hebamme, Heiler (zuständig für Zeremonien / Segnung), „Knochen-Arzt“ (entspricht Osteopath), „weiser Mann“ (entspricht Psychotherapeut). Der Gebetsraum hier hat die selben Elemente wie in der Kirche von Chamula. Auch dort war der Boden mit duftenden Kiefernnadeln eingestreut und zu jeder Zeremonie gehörten eine Vielzahl brennender Kerzen.

Kunsthandwerk und Mittagessen

Zur Mittagszeit fahren wir nach Zinacantán zu Taller Artesanal Casa de Toña. In einem großen Verkaufsraum sitzen drei Weberinnen, drumherum sausen kleine Kinder und an den Wänden hängen wunderbare Textilien. Ein Mitreisender darf Festtagsgewänder der Tzotzil anprobieren. Die Frauen sind Teil des Webstuhls, siehe Video.

Zum Mittagessen bekommen wir eine Gemüsesuppe und Tortillas, gefüllt mit Huhn. Zum anschließenden Kaffee dürfen wir in die Küche und beim Tortilla backen zuschauen.

Den restlichen Tag haben wir zur freien Verfügung. Wir laufen vom Hotel ins nahe Zentrum und gehen richtig lecker richtig mexikanisch essen. Tortilla-Chips mit frijoles refritos (Bohnenpüree) und Dips kommen gefühlt vor der Speisekarte. Suppe und Salat hatten wir als Vorspeisen interpretiert - hier gelten offensichtlich andere Mengen als daheim, unsere Hauptgerichte haben wir nicht ganz geschafft. Die Suppe wurde am Tisch mit der Tomaten"soße" aufgegossen, die grüne Mole kochte noch im heißen Mörser.

Dass wir auf 2.000 m sind, wird vor allem nachts deutlich: einstellige Temperaturen draußen, drinnen keine Heizung und ich habe nur einen Sommerschlafanzug eingepackt…